erstellt von: krawatten, am 21.02.2011 16:50 , Clicks: 3408

Wenn die Krawatte Flecken hat

Oh Schreck, ein Fleck?

 

Es kann Spaß machen, sich in Schale zu werfen. Manchmal sogar sehr viel Spaß. Der Anzug blitzt sanft in edlem schwarz, das frisch gebügelte Hemd sitzt perfekt. Und doch fehlt noch etwas. Um Sie in eienn wahren Stil-König zu verwandeln, sollten Sie sich krönen. Nicht mit einem Diadem oder einem Stück edlem Altmetall. Sondern mit der geschmackvollsten Krawatte, die Sie finden können.Da eine Krawatte eine Weile hält und jedes Outfit aufwertet, kann es sich lohnen, ein wenig darin zu investieren. Als Material kommt zum edlen Anzug natürlich nur reine Seide in Frage. Deren sanfter Schimmer ist etwas, was die meisten Kunstfasern trotz enormer Fortschritte noch nicht nachahmen können.

 

Doch leider zieht ein edler Binder Flecken geradezu magisch an. So meint schon Murphys Gesetz: „Die größte Attraktion für eine saubere Krawatte ist Suppe.“ Es ist zuweilen fast unmöglich, Flecken auf der Krawatte vollständig zu vermeiden. Ärgerlich, denn in die Waschmaschine werfen kann man den Binder natürlich nicht. Aber was denn dann?

 

Nun, natürlich ist das einfachste, Flecken gleich von vornherein zu vermeiden. Wer einmal im Anzug in einer Fastfood-Filiale festsaß, weiß um die Unmöglichkeit eines solchen Unterfangens. Sollte das gute Stück einmal tatsächlich einen kleinen Fleck haben, so ist das nicht immer gleich das endgültige Aus, auch wenn manche Stil-Gurus etwas anderes behaupten. Sie können die Krawatte zwar nicht waschen, es spricht aber zumeist nichts dagegen, sie vorsichtig feucht abzuwischen. Wenn der Fleck noch nicht in das Gewebe eingedrungen ist, kann das manchmal schon ausreichend sein. Erliegen Sie bitte trotzdem nicht der Versuchung, Ihr Einstecktuch als Reinigungsutensil zu missbrauchen. Erstens sieht das fleckig auch nicht besonders gut aus, und zweitens bekommen Sie es unterwegs nie so sauber und dezent in die Brusttasche, wie Sie es zu Hause vor dem Spiegel so kunstvoll drapiert haben.

 

Falls doch, versuchen Sie es mit chemischer Reinigung. Aber Vorsicht! Nicht jede Reinigung kommt mit Seidenkrawatten zurecht. Und leider werden die meisten Unternehmen Sie vorher nicht warnen, was alles schiefgehen kann. Um eine Krawatte wirklich fachmännisch zu reinigen, muss man sie auftrennen, das Futter herausnehmen, den Außenstoff chemisch reinigen, die Einlage wieder befestigen und die Krawatte neu vernähen. Das hat seinen Preis. Aber bei Edelkrawatten kann es sich lohnen. Die kleine Wäscherei um die Ecke ist mit so einer Operation meist überfordert.

 

Kleinere Problemchen lassen sich oft genug auch mit Fleckenwasser lösen. Aber Vorsicht! Gerade bei bedruckten Seidenkrawatten löst sich meist die Farbe mit. Bei gewebten können Sie mehr Glück haben, aber probieren Sie es sicherheitshalber an einer unauffälligen Stelle aus. Auch tendiert Fleckenwasser manchmal dazu, unschöne Trockenränder auf glatten Seidenoberflächen zu geben. Wenn Sie Ihren Binder komplett in Fleckenwasser einlegen, haben Sie dieses Problem nicht – aber dafür wird Ihre Krawatte noch wochenlang nach Chemie riechen. Mal ganz davon abgesehen, dass sich das Futter verziehen kann.

 

Es gibt übrigens auch spezielle Reinigungstücher für Krawatten. Die sind im Prinzip nichts anderes als Erfrischungstücher mit einem starken alkoholischen Reinigungsmittel. Überraschend einfach, funktioniert aber oft.

 

Wirklich heftige Flecken werden Sie aber selbst mit allen Tricks nicht wieder herausbekommen. Wenn also Ihre schöne hellblaue Seidenkrawatte oder weiße Krawatte gerade Bekanntschaft mit der leckeren Tomatensuppe beim Italiener gemacht hat, dann ist es an der Zeit, sich zu trennen. Sehen Sie es als Herausforderung – und gönnen Sie sich eine neue Krawatte.



Eine besonders beliebte Krawatte blau in unserem Shop.


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