Die perfekte Hemdfarbe
Die perfekte Hemdfarbe für Sie
Kaum ein Kleidungsstück hat eine so enorme Karriere hingelegt wie das Hemd. Lange Zeit nur als schützende Unterwäsche gedacht, wurde es in den letzten Jahrzehnten selbst Gegenstand der Mode und teils unerbittlicher Debatten. Welche Kragenform passt zu welchem Anlass? Was für eine Manschette ist heute noch tragbar? Auch die Farbe war immer wieder Gegenstand von Debatten. Na klar, zum dunklen Anzug kann man mit einem weißen Hemd eigentlich nicht viel falsch machen, oder? Doch, manchmal eben schon.
Ein absolutes Universaltalent ist ein klassisches Hemd in Hellblau. Es sieht zu Jeans oder Chinos nicht so förmlich aus, aber mit der passenden Krawatte können Sie es selbst im konservativsten Büroumfeld tragen. Ideal passt es zum Beispiel zum dunkelblauen Geschäftsanzug, gerne mit einer gestreiften Krawatte in Bordeaux. Außerdem gibt es praktisch keine Krawattenfarbe, zu der ein hellblaues Hemd nicht passt. Und doch: einen Nachteil hat es.
Sollten Sie zu sehr starkem oder extrem dunklen Bartwuchs tendieren – Finger weg. Bartsoppeln werden gleich noch viel stärker wirken.
Weiß ist da unproblematischer. Es wirkt professionell, sauber und edel. Leider ist es insbesondere für Menschen mit besonders heller Haut etwas zu kraftvoll. Sie sehen dann schnell so aus, als hätten sie ihren Schreibtisch seit ein paar Wochen nicht mehr verlassen. Dafür brauchen Sie sich um passende Farbkombinationen keine Gedanken mehr zu machen. Weiß passt immer und gibt immer einen eleganten Kontrast. Es ist also auch nichts, wenn Sie versuchen, harmloser oder umgänglicher zu wirken.
Eigentlich hoch problematisch ist ein Hemd in leichtem Ecrú. Wohlgemerkt: eigentlich. Denn es gibt Stylings, bei denen es nicht nur gut, sondern ausgesprochen festlich aussieht. So eignet es sich etwa perfekt für Hochzeitskrawatten in Champagner oder Créme. Auch zum dunkelbraunen Anzug können Sie mit einem Hemd in Ecrú nicht viel falsch machen. Es ist keine Farbe für kontrastreiche Kombinationen. Elegant wirkt es mit nahe liegenden Tönen in ähnlicher Farbtemperatur.
Ein Hemd in frischem Rosé wirkt nicht so feminin, wie man meinen könnte. Die Farben Pink und Rosa sind mittlerweile in der Herrenmode angekommen. Das angesehene Pantone Color Institute wählte gar den Pink-Ton Honeysuckle zur Farbe des Jahres 2011.
Hemden in Rosé eignen sich vor allem für Männer mit eher dunklem Hautton. Aber dann ist das rosafarbene Hemd fast so vielseitig wie sein hellblauer Kollege. Wohlgemerkt: fast. Denn im konservativen Milieu ist Rosa noch nicht allgemein akzeptiert.
Nichts gegen schwarze Hemden, aber bitte nicht zum Geschäftsanzug. Manch einer glaubt, besonders modern zu sein, wenn er sein schwarzes Partyhemd mit einem schwarzen Anzug und einer entweder ebenfalls schwarzen oder leuchtend auffälligen Krawatte kombiniert. Damit kommen Sie höchstens als Architekt oder Handyverkäufer durch, und auch das nur aufgrund ungeschriebener Branchen-Dresscodes.
Auch Hemden in leichtem Flieder werden immer beliebter. Auch hier gilt: je konservativer das Unternehmen, um so weniger können Sie sich ein farbiges Hemd erlauben. Kombinieren Sie hier am besten eine dezent gestreifte Krawatte Ton in Ton oder zumindest eine, die die Hemdfarbe im Muster wieder aufnimmt.
Nichts spricht gegen gestreifte oder karierte Hemden. Bei Businesshemden sollten diese Muster allerdings stets so fein sein, dass man sie nur aus der Nähe sieht.
Krawatte und Hemd
Kombinieren, nicht kollabieren!
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