Stil-Probleme
Modische Todsünden, und wie sie sie vermeiden
Auch wenn mancher angesichts der gähnenden Leere in seinem Kleiderschrank wohl anderer Meinung sein dürfte: Stil ist gar nicht so schwer. Denn ein gut sitzender Anzug lässt jeden noch so unbeholfenen Mann erstrahlen. Ein hellblaues oder weißes Hemd mit einem Kent- oder Haifischkragen sieht immer gepflegt aus, und mit der passenden Krawatte können Sie gar nicht anders, als Autorität verbreiten. Vorausgesetzt natürlich, dass Ihnen ein paar Probleme nicht passieren. Wenn Sie nun meinen, auf so merkwürdige Ideen wie im Folgenden beschrieben würden Sie nie kommen, um so besser. Doch selbst Stilkonen sollen bei so mancher Gelegenheit schon mächtig daneben gegriffen haben.
Da wäre zum Beispiel der gute alte Klassiker der weißen Tennissocken. Nachdem sie in den 70'er Jahren kurzzeitig in Mode waren, gelten sie seither als Gipfel der modischen Grausamkeiten. Und doch: Viele Männer achten nicht darauf, weil man die Socken ja ohnehin nicht sieht, oder? Doch, tut man. Beim Sport gehen die Frottee-Fußlappen noch in Ordnung, zum Anzug bitte nie. Stimmen Sie am besten die Farbe Ihrer Socken mit Ihren Schuhen oder Ihrer Businesskrawatte ab. Oder mit dem Hemd, aber das ist schon schwieriger. Denn Socken sollten als Grundregel immer relativ dunkel sein.
Sie haben sich aus dem Urlaub wunderbare rahmengenähte Brogues in sattem braunem Leder mitgebracht und tragen Sie nun bei jeder Gelegenheit. Wunderbar, die Teile haben Stil. Aber nur, wenn Sie nicht bei Ihrem Gürtel zu schwarz greifen.
Schwarze Schuhe verlangen nach einem schwarzen Gürtel. Bei Braun ist die Lage komplizierter. Es gilt, die selbe Farbtemperatur zu finden. So ist etwa ein rötlichbrauner Gürtel zu champagnerfarbenen Schuhen meist kein Problem. Ein kaltes und ein warmes Braun können sich hingegen sehr wohl beißen. Aber nicht so schlimm, als wenn Sie Braun und Schwarz mischen.
Übrigens: auch Ihr Uhrenarmband gehört in diesem Mix. Wenn Sie also nicht die Uhr auf Ihre Schuhe abstimmen möchten, greifen Sie zu einem Modell mit Metallarmband.
Gerade bei feinen weißen Sommerhemden ist das Gewebe manchmal fast durchschimmernd. Das ist an und für sich noch kein Problem. Es wird aber eins, wenn Sie darunter ein klassisches Feinrippunterhemd tragen. Feinripp hin oder her, ein Unterhemd zeichnet sich dann überdeutlich unter dem Stoff ab. Aber deshalb immer gleich ohne Unterhemd aus dem Haus gehen? Mag auch nicht jeder.
Nun, das Problem ist leider noch nicht zufriedenstellend gelöst. Es gibt hautfarbene Unterhemden, V-Kragen-Shirts mit tiefgezogenem Kragen ohne Ärmel und ähnliche Varianten. Aber auch ein schlichtes weißes T-Shirt ohne Aufdruck oder Muster geht in Ordnung, wenn Sie ein Sakko darüber tragen. Sonst sieht man die Ärmel. Sollten Sie einen offenen Kragen ohne Krawatte bevorzugen, so ist der tiefe V-Kragen keine schlechte Idee, damit das Shirt nicht hervorblitzt.
Ihre Krawatte sollte nicht nur zu Ihnen, dem Anlass und Ihrem Hemd passen, sondern auch auf der richtigen Höhe enden. Ob das über der Oberkante der Gürtelschnalle ist oder zwei, drei Zentimeter tiefer, ist nicht ganz unumstritten in jedem Fall aber nicht wesentlich höher oder tiefer. Kommt Ihre Krawatte so nicht hin, versuchen Sie es mit einer extralangen Krawatte oder mit einem anderen Krawattenknoten.
Die perfekte Hemdfarbe
Krawatte und Hemd
Kombinieren, nicht kollabieren!
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