Einfarbige Fliegen

Zu einem festlichen Outfit trägt ein modebewusster Herr selbstverständlich eine Krawatte - und eine solche war auch die ursprüngliche Form der Fliege, die durch eine spezielle Bindetechnik ihre unverwechselbare Form erhält. Einfarbige Fliegen machen nicht nur zum Hochzeitsanzug eine gute Figur, sondern erfreuen sich aktuell auch unter Stars und auf den Laufstegen wieder steigender Beliebtheit. Woher die Fliege kommt, wie man(n) sie perfekt kombiniert und worauf man bei der Auswahl achten sollte verraten die nachfolgenden Abschnitte.

Farben
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Muster
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Material
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Die Geschichte der schwarzen Fliege

Die klassische, weiße oder schwarze Fliege blickt auf eine sehr lange Tradition zurück, vermutlich trug man sie bereits um 1700. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war die Fliege mit ihrer charakteristischen Form weitaus verbreiteter als die Krawatte - und zudem auch deutlich größer als heutige Modelle. Erst nach 1850 entwickelte sich die Mode in Richtung kleinerer Fliegen in dem Format, in dem wir sie heute kennen.

Im 20. Jahrhundert wurde das Accessoire dann beinahe vollständig durch die Krawatte abgelöst, lediglich zum Frack, dem Herren Smoking, dem Tuxedo und zum Gesellschaftsanzug war sie zu allen Zeiten Pflicht. Akutell erlebt die Fliege eine Art Renaissance. Eine farbenfrohe rote oder blaue Fliege kann auch zum Business-Outfit die Krawatte ersetzen oder mit eher legeren Stücken kombiniert werden.

Während man die Fliege, auch Bowtie genannt, in vergangenen Jahrhunderten kunstvoll gebunden hat, gibt es heute unzählige, fertig gebundene, feste Ausführungen, die nur noch am Hemdkragen positioniert werden müssen. Vielleicht ist auch dieser Aspekt ein Grund für die neu aufkommende Popularität, denn nun benötigt der Träger keine besonderen Kenntnisse mehr, um die Fliege zu binden.

Zu welchem Anlass passt die schwarze Fliege?

Eine schwarze Fliege ist Ausdruck von Seriosität, Feierlichkeit und Maskulinität, die auf Traditionsbewusstsein und Stilsicherheit trifft. Auch wenn die Fliege im Laufe der Jahrhunderte in den meisten Bereichen durch die einfacher zu bindende Krawatte abgelöst wurde, so gab und gibt es doch noch immer Garderoben, zu denen die Fliege ein Muss ist:

  • Die weiße Schleife ist der einzig akzeptierte Binder zum Frack und hat bis heute ihre Bedeutung als Accessoire zu hohen Festlichkeiten und Abendgesellschaften nicht verloren. Eine schwarze Fliege zum Frack wird ausschließlich von Bedienpersonal wie Butlern oder Kellnern getragen. Kombinieren Sie als Gast also niemals eine schwarze Fliege zum Frack!
  • Anders verhält es sich bei der Fliege zum Anzug, Smoking oder zur Ausgehuniform. Zu diesen Anzügen wird stets die schwarze Variante getragen.

Vor allem in der Hochzeitsmode liegen Fliegen momentan wieder absolut im Trend. Da es bei moderneren Hochzeiten mittlerweile üblich ist, eine Hochzeitsfarbe festzulegen, die sich in der Raumdekoration, den Einladungen, der Farbe der Kleider der Brautjungfern und auch in anderen Accessoires wiederholt, sind auch eine rote Fliege, eine blaue Fliege oder eine gelbe Fliege zum Hochzeitsanzug des Bräutigams keineswegs ungewöhnlich. Ebenso dürfen einfarbige Fliegen in bunten Tönen zu eher legeren Outfits kombiniert werden, beispielsweise zu einem Hemd mit Sakko oder einem Pollunder. In der Business-Mode sind Fliegen hingegen noch immer ungewöhnlich und könnten als Zeichen von Extravaganz gewertet werden, im Beruf sollten Sie also eher zur Krawatte greifen oder sich an dem orientieren, was die Kollegen tragen, um nicht negativ aufzufallen.

Stars und ihre Bowties

Was haben der SPD-Politiker Karl Lauterbach, der südkoreanische Rapper Psy ("Gangnam Style"), Winston Churchill und der Sänger Pharrell Williams gemeinsam? Genau, sie alle sind begeisterte Fliegen-Träger! Dass diese Personen des öffentlichen Lebens regelmäßig zu diesem Binder greifen beweist nicht nur deren Gespür für Mode, sondern auch, dass Fliegen immer gehen. Lassen Sie sich von den Outfits der Stars inspirieren und verzichten Sie nicht länger auf dieses großartige Accessoire!